The Turkish siege of Sinj in 1715, Virgil Meneghello Dinčić (copied)

Geschichte

Archäologische Funde bezeugen eine Besiedlung Sinjs und der Gegend rund um den Fluss Cetina noch in Zeiten der Antike. Eine Vielzahl von Funden lassen sich in die Endphase der Kupferzeit bis zur Mitte der Bronzezeit, in die Zeit der sogenannten Cetiner Kultur, einordnen. Eine angenehme geographische Lage, Höhlen, Berge als auch fruchtbare Felder ermöglichten die Arbeit in der Landwirtschaft, an den Berghängen auch die Viehzucht. In der Bronzezeit melden sich auch die Ureinwohner dieses Lebensraumes, die Angehörigen des illyrischen Stammes der Delmaten, deren Entwicklung bis zu dem Erscheinen der Römer Bestand hat. Die Delmaten haben lange Widerstand gegen die römischen Besatzer geleistet, jedoch wurde eine Vielzahl von Aufständen in Blut ertränkt. Nach dem Niedergang des Römischen Imperiums häufen sich barbarische Plünderungen. Zu Beginn des 7. Jahrhunderts wandern die ersten Kroaten aus dem Weißen Kroatien, einem Gebiet in der Nähe Visles im heutigen Polen ein und besiedeln das Gebiet Dalmatiens. Archäologische Funde aus dem 7. Bis zum 9. Jahrhundert bezeugen die Annahme des Christentums durch die Missionierung der Franziskaner. Es formieren sich auch erste Staatsgebilde, wie zum Beispiel kroatische Fürstengebiete, später auch Ländereien von Königen, während Sinj in dieser Zeit als Festung der Sitz des Cetiner Verwaltungsbezirks dient. Mit Erstarken der Fürste formiert sich der Cetiner Fürstenbezirk, welcher zunächst dem Fürstentum der Subics unterliegt, seit  1345 den Fürsten Nelipic. Fürst Ivan Nelipic lädt nach Cetina (einer Stadt unter Sinjer Verwaltung, Franziskaner des bosnischen Vikariats ein, die eine Kirche und ein Kloster der Hl. Maria bauen, welches die Türken im Jahre 1492 überfallen, ausrauben und verbrennen. Sinj fällt infolgedessen in türkische Hände bis es 1686 dauerhaft unter die Herrschaft Venedigs fällt. Die Türken versuchen daraufhin erneut Sinj zu erobern. 1715 findet die wichtigste Schlacht statt, als gerade einmal 700 Sinjer dem Angriff von mehrere  Zehntausend Türken standhalten und den Angriff abwehren. Eine aufgebrachte türkische Armee, durch Hunger als auch durch die Dysseterie (Epidemie) geschwächt, verlassen diese Region daraufhin für immer. Unter der Verwaltung des Gouverneurs der Republik Venedig bleibt Sinj bis ins Jahr 1797 als es schließlich unter die Herrschaft Österreichs fällt und es, mit Ausnahme einer kurzen französischen Herrschaft, bis 1918 bleibt. Nachdem Sinj nach 1918 Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, danach Teil des Königreichs Jugoslawien, der NDH-Ustascha-Regierung, der italienischen Regierung als auch des Kommunistischen Jugoslawiens ist, wird es 1991 endgültig eine Stadt der unabhängigen und souveränen Republik Kroatien.