Die bedeutende Landschaft Sutina

Die bedeutende Landschaft Sutina ist auf einer Fläche von 426,80 ha. seit 2000 Jahren geschützt und umfasst das obere Flusstal, den Wasserlauf der Sutina, einen Nebenfluss der Cetina. Der Wasserlauf des Gebirgsflusses Sutina ist, mit seiner ungewöhnlichen Anordnung der Decken, Hüllen, ein typisches Beispiel für eine botanische Inversion. Vom tiefsten Punkt des Flusstals, bis zu den Gipfeln der umgebenden Erhebungen, wachsen die Buche (Fagus sylvatica), die Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia), die Hainbuche (Carpinus orientalis) und die Eiche (Quercus virgiliana), während wir auf den steinigen Feldern Strohblumen (Helicrysum italicum), Salbei (Salvia officinalis), Bohnenkraut (Saturela montana), Origano (Origanum sp.) oder Thymian (Thymus serpyllum) finden können... Ihre Blüten werden, auf ihrer Suche nach Nektar, von Schmetterlingen wie dem Schwalbenschwanz (Papilio machaon), dem weißen Weißdorn (Aporia crataegi) als auch Vertretern der Familie der Weisser (Pieridae), der Edelfalter (Nymphalidae), der Augenfalter (Satyridae) und der Bläulinge (Lycaenidae) umflogen. Vielfältige pflanzliche Decker, Sträucher, Baumhöhlen sowie Felsen ermöglichen einer Vielzahl von Vogelsorten den Nestbau. Auf den Felsklippen betreibt auch die Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) ihren Nestbau. Die dichten Wälder der Schluchten bilden auch den Lebensraum des Schwarzspechts (Dryocopus martius). Auf den steinigen Plateaus des geschützten Gürtels bauen Heidelerchen sowie Steinhühner ihre Nester. Auf hohen Kieferbäumen bauen der Mäusebussard als auch der Habicht ihre Nester. An den Schluchten der Sutina, wo Erosionen besonders starke Spuren hinterließen und sich sandige Pisten gebildet haben, findet man Kanäle des Bienenfressers, in denen diese  Vogelart ihreJungen aufzieht. In den dichten Wäldern der Sutina, ihres Karsts, ihrer Macchie und auf steinigen Feldern findet eine Vielzahl von Säugetieren Nahrung als auch einen passenden Paarungsort. So zum Beispiel die Wildsau, als stetiger Bewohner dieses Gebiets als auch der Fuchs (Vulpes vulpes), der Hase (Lepus europaeus), der Steinmarder (Martes foina), der Igel (Erinaceus concolor) sowie der Dachs (Meles meles).  In den Gewässern der Sutina findet man auch Wasserbewohner wie die Gelbbauchunke, einen großen grünen Froschart und Feuersalamander. Flache Gewässer, die sich in den Vertiefungen der Schluchten bilden, ermöglichen in Trockenperioden das Überleben der Forelle und der Flusskrebse. Von den Schlangenarten, die in diesen Breitengraden wohnen, ist lediglich die Viper gefährlich für den Menschen. Von den Eidechsen sieht man am häufigsten die Mauereidechse. Die geomophologische Zusammensetzung betrachtend, setzt sich  die Sutinaschlucht aus Kalkstein und Mineralgestein zusammen. Durch erosive Einwirkungen offenbart sie Besuchern eine Vielzahl von Fossilien. Der Bach Sutina ist ein sich selbst füllendes Gewässer, welcher den größten Teil des Jahres arm an Wasser ist. Seine wichtigste Quelle befindet sich im Boden der kleinen Einwohnersiedlung Mijići i Jurići im Dorf Sutina. Jedoch speist der Bach Sutina sein Wasser auch aus anderen Quellen, von denen vor allem die Quelle „Bila vrila“ (Weiße Quelle) von Bedeutung ist. Neben dieser Quelle befindet sich eine alte Mühle. Ein Beweis, dass der Mensch den Bach Sutina als Energiequelle genutzt hat. Die Sutina als eine bedeutende Landschaft, wird, in Übereinstimmung mit den Gesetzen zum Schutz der Natur, von der öffentlichen Behörde verwaltet. Diese verwaltet auch den Umgang mit den Ressourcen der Natur im gesamten dalmatinischen Gebiet des Verwaltungsbezirk Splits (Spliter-dalmatinischer Verwaltungsbezirk).

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