Altstadt

Die Überbleibsel der alten Festung, unter den Sinjern als Stadt (varos) bezeichnet, ruhen auch heute noch treu über der Stadt Sinj. Sie galt Volk und Soldaten als Zufluchtsort infolge jahrzehntelanger türkischer Invasionen, beschützte ihre Schwachen und widerstand den Eroberern. Im Zentrum dieser Festung befand sich die Kirche des Hl.

Michaels mit ihrem Altar der Hl. Barbara. Infolge der Bitten des Franziskanermönchs Pavao Vučkovićs beginnt in der Siedlung unterhalb der Festung der Bau der Kirche der Hl. Maria  im Jahre 1699, der im Jahre 1712 beendet wurde.  Von der alten Festung selbst ist nicht viel übrig geblieben. Nach den Erdbeben in den Jahren 1709, 1768 und 1796 und mehrfacher Überfälle, wurden die Mauern der Festung brüchig und gaben nach, so dass das Volk damit begann umliegende Bereiche außerhalb der Stadtmauern, das sogenannte Podvaroš zu besiedeln. Die kleine Kapelle, die heute oberhalb der Stadt steht, wurde im Jahre 1887 fertiggestellt, im 200. Jahrestag der Ankunft des Cetiner Volkes aus dem Ort Rama. Sie symbolisiert das einstige Gelübde, den festen Bund und die Hingabe, die die Cetiner Bevölkerung seit Jahrhunderten an die Mutter Gottes bindet. Zu Ehren ihrer ewigen himmlischen Beschützerin widmeten sie ihr im Jahre 2008 eine bronzene Statue, das Werk des akademischen Bildhauers Josip Marinović.

Entlang des Weges, der zur Kirche auf der Festung führt, sind 14 Stationen aufgestellt, die den Kreuzesweg Jesu nachahmen. Die einzelnen Stationen sind Werke der bekanntesten Künstler Kroatiens. Geplant ist auch die vollständige Erneuerung der alten Stadtmauern bis zum Jahre 2015 mit einer großen Jubiläumsfeier zum Gedenken an die Verteidigung der Stadt Sinj im Jahre 1715.