Die Kirche der wundertätigen Mutter Gottes von Sinj

Beruhigend und herrlich, eigerahmt in ein Relief mit bronzefarbenen Türen des akademischen Bildhauers Stipe Sikirica, dominiert die Kirche der wundertätigen Mutter Gottes von Sinj den Hauptplatz der Stadtzentrums. Erbaut wurde sie in den Jahren 1699 bis 1712. Sie hielt bis heute allen Kriegen und Erdbeben stand, obwohl sie dabei viele Male beschädigt wurde, konnte sie bis heute ihr ursprüngliches Aussehen erhalten. Den zentralen Ort in der Kirche, wie auch in den Herzen der Sinjer, nimmt das Bild der wundertätigen Mutter Gottes von Sinj ein. Gemalt hat sie ein unbekannter Künstler im 15. oder 16. Jahrhundert.

Ein wenig gekippt mit gesenktem Blick, wacht sie treu über ihr Volk, seitdem sie aus dem Ort Rama durch die türkischen Besatzer vertrieben wurde. Seit ihrer Ankunft in Sinj gilt sie als größter Schatz und als ein Symbol für Hoffnung in der Cetiner Region. Die Legende besagt, dass durch ihren wundertätigen Einfluss Sinj für immer von der türkischen Besatzung befreit worden ist. Als Zeichen der Dankbarkeit, haben die Sinjer das Bild im Jahre 1716 mit einer goldenen Krone gekrönt auf der IN PERPETUUM CORONATA TRIUMPHAT – ANNO MDCCXV (Für immer zur Herrlichkeit gekrönt – 1715.) eingraviert ist. Heute ist das Bild in einem silberfarbigen Rahmen eingebettet. Auf der Rückseite des Bildes befindet sich ein Relief der Sinjer Festung. Der Künstler dieses Werkes ist der Bildhauer Ante Jakić. Geschmückt ist es mit Geschenken der Gläubigen an Maria, um somit ihre Treue zu geloben.

Außer des Alters mit dem Bildnis der Maria, befinden sich in der Kirche noch die Altare des Hl. Josephs, des Hl. Franziskus, des Hl. Antons, des Hl. Nikola Tavelics und der Hl. Paulina. Im Presbyterium hebt sich vor allem ein Altar aus Stein ab. Es ist das Werk des akademischen Bildhauers Kuzma Kovačić sowie die Glasmalereien des akademischen Bildhausers Anton Vrlić. Oberhalb der Eingangstüre befinden sich weitere Glasmalereien, welche die Himmelfahrt der Maria abbilden, als auch die Abbildungen des Franziskaners Pavao Vučković sowie des Hl.Nikola Tavelić. An den seitlichen Wänden sind die Evangelisten, der selig gesprochene Alojzije Stepinac sowie der Diener Gottes Ante Antić abgebildet. All diese Werke stammen vom  akademischen Maler Ivan Grgat. Ein Mosaik und eine Glasmalerei mit dem Bildnis der Krönung der seligen Jungfrau Maria als auch die Abbildung Jesus am Kreuz, beides Werke des Malers Josip Botterija Dinija, befinden sich in der Kirche hinter dem Hauptaltar.

Das bronzefarbige Relief des Künstlers Kuzma Kovačić mit der Gestalt der  Mutter Gottes von Sinj, gekrönt mit zwölf Sternen, demselben Detail an der Eingangstür der Franziskanerkirche auf Šćita in Rama, befindet sich im kirchlichen Innenhof. Der heutige Glockenturm, mit vier neuen Glocken (43,5 m. hoch), wurde im Jahre 1927 fertiggestellt und am selben Ort, wo der ehemalige Glockenturm aus dem Jahre 1775 stand, aufgestellt. Er ist aus Tonstein gebaut, einem Stein, der charakteristisch für die ehemalige Architektur in diesen Gegenden ist. Im Jahre 1958 wurde die neue Orgel gesegnet, die von Franc Jenko, einem Ljubljaner Orgelbauer, errichtet worden ist. Die Kirche wurde 2009, an Mariä Himmelfahrt, zusammen mit dem neuen Altar und einer Marienstatue im Hof des Klosters von Sinj  gesegnet. Diese ist das Werk des akademischen Bildhauers Josip Marinović.