Weitere Sehenswürdigkeiten Sinjs

GAIUS LABERIUS

Das Grabmal des siebenjährigen römischen Jungen Gaius Laberius, der in seiner Hand eine Kugel hält, die mit einem sechskantigen Netz überzogen ist, das Symbol eines echten Lederballs, gilt auch heute noch als fester Beweis dafür, dass der erste Fußball Europas ausgerechnet hier, in der Cetiner Region, gespielt wurde. Sein Fundort ist der Ausgrabungsort Tilurium. Dieses liegt im heutigen Gardun bei Trilj, und stammt aus dem 2. Jahrhundert.

Er befindet sich heute, eingemauert in die Fassade eines Steinhauses, in der Vrlicka Straße in Sinj. Das Denkmal ist 113 cm. hoch und 46 cm. breit. Angefertigt ist es aus Kalkstein. Die Inschrift befindet sich auf dem unteren Teil des Denkmals, am oberen Teil befinden sich, in einem profilierten Rahmen, wichtige Informationen zum Verstorbenen und die untere Inschrift ist dem Verstorbenen, von einem anonymen Autor, gewidmet. Der mittlere Teil ist ein von Ornamenten eingerahmtes rundes Medallion mit einem sehr ausgeprägten Porträt und Charakteristiken des Verstorbenen, der in seiner rechten die Hand, die bereits beschriebene Kugel, hält. Der obere Teil des Denkmals ist von einem Fries abgeschlossen mit der Darstellung eines Kantharos (eine große Vase mit zwei Griffen), eines Delphins und dem Kopf einer Meduse (als Personifikation eines bösen Wesens in der Antiken Mythologie) sowie einem dreieckigen Giebel mit Akroterien (kunststoffartige Verzierungen der Spitze und der Enden) in Form von Löwentatzen. In dem dreieckigen Feld des Giebels ist der Kopf des Attis eingemeißelt. Fußball spielte man in Gardun im Kreise von römischen Soldaten und der Söhne der Honoratioren, jedoch stammte das Fußballspiel ursprünglich aus dem illyrischen Raum, da die Delmaten sie lange vor der Ankunft des römischen Heeres in dieser Region spielten. Dieses belegt auch die Tatsache, dass nirgendwo auf dem Gebiet des Römischen Imperiums, außer in Gardun selbst, ein Fundstück ausgegraben werden konnte, welches mit dem Spiel verbunden werden könnte. Aus offiziellen Kreisen, vor allem von der Stimme der höchsten weltweiten Fußball-Organisation, die FIFA News, widmete in ihrer 71. Ausgabe aus dem Jahre 1969 die Entdeckung des Amateur-Archäologen Josip Bepo Britvić die Titelseite über die Entdeckung in Gardun, als wichtige Information für Archäologie sowie Fußballliebhaber. (Ein Fußballspiel zwischen Delmaten und Römern). Download: Pages from FIFA News No. 71 - April 1969, pages 1-5.pdf

AN DER QUELLE

Das Bildnis eines Mädchens, welches Wasser an einer Quelle trinkt, ist die erste öffentlich aufgestellte Skulptur Stipe Sikiricas (1957). Unter der Bevölkerung Sinjs ist dieses Denkmal bekannt als Luca. Sie befindet sich in der grünen Oase im Stadtzentrum, direkt neben der Kirche der wundersamen Mutter Gottes von Sinj.

DER ALKAR AUF DEM PFERD

Eines der prägnantesten Symbole Sinjs, ist die farbenreiche Skulptur eines Alkars mit Lanze auf einem Pferd. Diese ist ebenfalls ein Kunstwerk des akademischen Bildhauers Stipe Sikirica. Im Jahre 1965 wurde es unmittelbar am Beginn der Alker Rennbahn, aufgestellt. Dieser Platz wird als Biljeg bezeichnet und ist der Ort, von welchem aus die Reiter der Alka starten, um schnell in den Galopp überzugehen.

PETROVAC

Die Fontane Petrovac, die sich unmittelbar vor dem Gebäude des Gerichtes befindet, ließ der damalige Gemeindevorstand Petar Tripalo im Jahre 1878 errichten, so dass er auch als Namenspatron dieser Fontane gilt. Sie wird mit dem Wasser aus der Quelle des Miletin gespeist, die sich auf der südwestlichen Seite der alten Sinjer Festung befindet.

DER FRANZISKANERMÖNCH PAVAO VUČKOVIĆ

Das Denkmal für den bekannten Franziskaner ist ein Werk des akademischen Bildhauers Kuzma Kovačić. Dieses ist 2,8 m. hoch und befindet sich am östlichen Eingang in die Stadt. Die Geschichte erinnert an den Franziskaner Pavao als einen Anführer des Volkes, welches aus dem Ort Rama in der Herzegowina im Jahre 1687, vor den Türken fliehend, nach Sinj kam. Dabei trugen sie das Gemälde der Jungfrau Maria als sie in Sinj und der Cetiner Region eine neue Bleibe und Heimat fanden. Er gilt als Begründer des Klosters und der Pilgerstätte der wundertätigen Mutter Gottes von Sinj.

DIE FONTANE AUF DEM MARKTPLATZ

Die Fontane auf der Pijaca/ dem Marktplatz (im Volk als funtana bezeichnet) ließ der damalige Gemeindevorstand Antonio Buglian im Jahre 1852 aufstellen. Nur ein Jahr später ließ man die „Pijaca“ pflastern als auch mit Feralen ausstatten. Feralen sind aus Eisen angefertige Beleuchtungssäulen (Laternen).

DER PALAST DER ALKARER ALKARSKI DVORI (QUARTIERE)

Die Bezeichnung Quartier spielt auf seine ursprüngliche Funktion an (franz. quartier – Wohnung, Militärlager). Es diente als eine Kaserne in der das kroatische Reiterregiment  untergebracht war (Cavalleria croata, Croati a cavallo). Erbaut wurde diese bereits im Jahr 1760 als Bollwerk, in Forme zweier Vierecke mit zwei verbindenden Gebäuden zu je zwei viereckigen Türmen mit Innenhöfen, die Pferdeställe hatten. In diesem Gebäudekomplex konnten bis zu vier Reiterstaffeln mit ihren Pferden untergebracht werden. Im Laufe der Geschichte wurde dieser von allen Armeen genutzt, die sich in diesem Gebiet aufgehielten, vor allem vom französischen Heer zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als auch vom Österreichischen, die diese durch eine weitere Etage erweitern ließen, um auch die kroatische Heimwehr darin unterzubringen. Vor dem Ausbau des Alkarer Hofs wurden zunächst sorgfälltige archäologische Untersuchungen durchgeführt, um notwendige, mögliche Ausgrabungsfunde zu schützen. Das Ziel war es, einen vollständigen sowie detaillierten Einblick in die Veränderungen des Quartiers im Laufe des 18., des 19. und des 20. Jahrhunderts zu erhalten. Entdeckt worden waren die architektonischen Grundlagen des südlichen Turms, eine Wasserspeise, ein Kanalsystem zur Abfuhr des Niederschlags, Restbestände der Pflasterung, der Fußböden als auch bestimmte Steine, die zur damaligen Zeit ebenfalls der Pflasterung dienten. Desweiteren fand man Fragmente einer glasierten und groben Küchenkeramik, Fragmente von Fensterglas, zahlreiche keramikhaltige Rohre, Münzen der Republik Venedig und andere Gegenstände aus Metall welche größtenteils aus dem Spätmittelalter sowie der jüngsten Geschichte stammen.

DIE GROßE BRÜCKE (DIE ALKARER BRÜCKE)

Die große Brücke über der Gorućica erbaute der Sinjer Gouverneur Paolo Emilio Canalis im Jahre 1784. An dieser ist eine Tafel angebracht, auf welcher steht: ''Zur Zierde der Stadt Sinj, für die Behaglichkeit der Reisenden und als Nutzen für den Handel''.

DREI GENERATIONEN

Eine monumentale Skulptur mit Wasserfall des Sinjer Künstlers Ivo Filipović Grčić befindet sich in der Mitte des städtischen Parks. Eine betonte Symbolik stellt drei Sinjer dar, die auf angehobenen Armen den Ring der Alka halten. Sie tragen die typisch männliche Sinjer Volkstracht.

DAS KLASSISCHE FRANZISKANER-GYMNASIUM IN SINJ MIT DEM RECHT DER ÖFFENTLICHEN NUTZUNG

Die älteste Sekundarschule im dalmatinischen Hinterland ist seit dem Schuljahr 1838/1839 im Dienst, als sich kleinere Klosterschulen in drei Klöster der franziskanischen Provinz des „Heiligen Erlösers“ zusammenschlossen. Seit einer Umstrukturierung im Jahre 1854 erhielt auch die Öffentlichkeit das Recht diese zu besuchen, so dass die Schule im Jahre 1854 den neuen Namen „Öffentliches, höheres kroatisches Gymnasium in Sinj unter der Verwaltung der Franziskaner des Ordens des heiligen Erlösers“ erhält. Sie ist gleichzeitig das erste Gymnasium Südkroatiens mit Kroatisch als Unterrichtsfach.

DIE VILLA DANEK

Die Villa gehörte der wohlhabenden Familie Danek. Sie hebt sich durch eine interessante Architektur, durch einen großen Balkon, der die Villa vollständig umgibt als auch durch wunderschön ausgearbeitete Skulpturen Adam und Evas hervor.

DER PALAST DER TRIPALO-FAMILIE

Im 19. Jahrhundert im unmittelbaren Zentrum Sinjs erbaut, befindet es sich in unmittelbarer Nähe der Kirche der wundersamen Jungfrau Maria von Sinj. Sie gehörte der bekannten Sinjer Familie Tripalo. Heute ist diese aufgrund ihres Wertes ein geschütztes Kulturdenkmal. Am Haus ist die Tafel mit der Aufschrift: ''Steine aus den Hügeln des Heiligen Nikolas bei Selca auf Brač,der Steinmetz Nikola A. Štambuk. Die Freundschaft ist mir lieber als Gold, meinem Freund stehen die Türen immer offen- 1883.''

DIE BÜSTE DES DINKO ŠIMUNOVIĆ

Geschaffen hatte sie Ivan Meštrović im Jahre 1932 zu Ehren einer außerordentlichen Neuauflage von Šimunovićs Erzählung Alkar. Dinko Šimunović war zu dieser Zeit sehr krank und mittellos, als eine kleine Gruppe herausragender Künstler eine erneute Auflage der Erzählung Alkar anregte und bald ermöglichte. An der Arbeit dieser Ausgabe nahmen Vilko Gecan, Joza Kljaković, Fran Kršinić, Omer Mujadžić, Vanja Radauš i Marijan Trepše teil. Die künstlerische Gestaltung des Buchumschlags oblag Miroslav Kirin.

''Die gewaltigen Felder Sinjs, bei starker Sommersonne, schien diese noch größer zu sein, denn die bläulichen Nebelschwaden verbargen den Augen die entlegenen Berge. Alles ruhte in der Mittagshitze und die weiten, weiten steinigen Berge liefen noch blauer an, blickten unbeweglich hinter dem niedrigen und dünnen Nebel hervor. Es schien, als ob sich die gesamte Region in einem prächtigen Sommerschlaf befände, so als ob alles ruhe nach einer bitterbösen Schlacht und einer ausgeführten Heldentat…'' (Dinko Šimunović, Alkar (Vordruck), Auszug aus dem Buch-Ex libris, Zagreb 1933.)

DIE STATIONEN DES KREUZWEGS JESU AUF DER ALTSTADT SINJS

Vom Beginn dieses Wegs bis zur gelobten Kapelle, hoch über der Stadt, der Altstadt, ist der Kreuzweg Jesu nachgeahmt. Jede Station ist durch ein Werk berühmtester kroatischer Bildhauer gekennzeichnet.

DAS GEBÄUDE DER EHEMALIGEN EISENBAHNHALTESTELLE

Die Eisenbahnlinie, auch bekannt als rera und ferata, verband die Orte Sinj und Klis mit Split und war von 1903 bis 1962 in Funktion. Sie war von großer Bedeutung für die kulturelle und ökonomische Entwicklung Sinjs. Link zur Schärpe – Rera

DIE VILLA TRIPALO

Erbaut wurde diese im südlichen Teil Sinjs im Jahre 1920. Der gesamte Besitz ist eingebettet in eine Steinwand. Am südöstlichen Teil des Gebäudes befindet sich die Eingangstür mit geschmiedeten Elementen aus der Zeit seiner Entstehung. Auch wenn diese im Stadtkern erbaut worden ist, hat sie einen rustikalen Charakter und ist in ihrer Bauweise sehr speziell und außergewöhnlich, nicht nur für die Stadt Sinj, sondern auch für die gesamte dalmatinische Region.

DIE VILLA VJERA

Dieses Haus wurde von der Familie Tripalo vom damaligen Besitzer und Rechtsanwalt Ramagnoli für die Tochter Vjera der Familie als Geschenk zu ihrer Vermählung gekauft. Heute befindet sich in dieser restaurierten Villa die Sinjer Zweigstelle der Steuerverwaltung.